Goldkronach stand lange Zeit für eine solide Haushaltspolitik. Diese Zeiten sind vorbei! Wie kommt die Stadt aus der Finanzmisere?

Unter Bürgermeister Günter Exner war es gelungen, die Pro-Kopf-Verschuldung auf unter 630 Euro zu senken (Stand 2013) – und das mitten in der Finanzkrise ab 2009. Seit dem Amtsantritt von Bürgermeister Bär ist die Verschuldung angestiegen und liegt nun bei etwa 1.800 Euro. Schon wird über Stabilisierungshilfe gesprochen.
Damit drohen schmerzhafte Auflagen, höhere kommunale Steuern und Gebühren:
- Der Konsolidierungsdruck würde zu Kürzungen im sozialen oder kulturellen Bereich führen.
- Durch die Abhängigkeit vom Freistaat und die Einbindung der Kommunalaufsicht verlöre die Stadt viele Handlungsspielräume.
- Dabei dient die Hilfe oft dazu, kurzfristige Haushaltslöcher zu. Langfristige, strukturelle Verbesserungen sind damit kaum leistbar.
- Auch der Investitionsstau bei der Infrastruktur bliebe bestehen.
Das alles gilt es zu verhindern: Wir wollen zurück zu einer langfristigen Haushaltsplanung mit wirtschaftlicher Vernunft!
Während Goldkronach mit dem derzeitigen Kurs in Richtung Stabilisierungshilfe treibt, wollen wir eine Konzentration auf die Kernaufgaben der Stadt: Der Fokus muss auf der öffentlichen Daseinsvorsorge liegen. Jetzt ist nicht die Zeit für teure Prestigeprojekte!
Das Millionengrab „Humboldt-Park“ konnte eine engagierte Initiative verhindern. Aber unsere Stadt muss sich auch für die wirklich wichtigen Projekte besser aufstellen: Die Ausgaben dürfen nicht aus dem Ruder laufen wie bei der Sanierung der Schule oder der Containerlösung für den Kindergarten (allein 30.000€ Energiekosten pro Jahr)!
Bauen in Goldkronach braucht mehr Expertise – das fordern wir schon lange. Die Verwaltung darf externen Ingenieurbüros nicht auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sein. Wir wollen die Kontrolle wieder selbst übernehmen: Wir möchten gemeinsam mit Nachbarkommunen einen Bauingenieur fest anstellen. Von der internen fachlichen Prüfung wird Goldkronach profitieren – auch finanziell.



